Sonntag, 17. Juli 2011

Gedanken.....

Gestern Abend schaute ich mir auf ARTE was an,das mich doch recht verunsichert zurück ließ....
Die Sendung hieß:
"Kannibalen-Im Herzen Europas?"
Im pfälzischen Herxheim entdeckten Archäologen bei Ausgrabungen von 7000 Jahren alten Überresten der sogenannten "Bänderkeramiker",einer steinzeitlichen Ackerbauernkultur,die bekannten Langbauten,aber auch Gräben,gefüllt mit zertrümmerten Resten menschlicher Knochen,aber auch zerstörte Keramik.Die menschlichen Knochen wurden forensisch untersucht.Es zeigte sich,daß diese Menschen wohl als Nahrung gedient haben...Und daß sie aus bis zu 450 km entfernten Gebieten stammten......
Diese Menschen aus Herxheim müssen regelrechte Jagdzüge unternommen haben.
Das erinnerte mich sehr an mehrere Berichte über die Jagdtätigkeiten von Schimpansen auf Artgenossen.....die das ohne Hunger oder Not unternehmen.Und unsere DNS stimmt zu 99% mit der des Schimpansen überein...In dem Bericht gingen die Wissenschaftler aber schon von Hunger und Not aus,die die Menschen zu solchem Handeln getrieben haben könnten.
Andererseits wurde von kannibalisch lebenden Völkern erzählt(Papua Neuguinea),die ganz klar sagten,daß Menschen leicht zu jagen seien und daß es ja auch genug von ihnen gäbe.....Von einem Stamm wurde erzählt,daß sie ihre Toten verspeisten.Und das sei wohl so entstanden:Die Männer gingen immer schon auf die Jagd,um sich zu ernähren,die Frauen hielten Schweine.Als alle Schweine starben,kamen die Frauen auf die Idee,ihre Toten zu essen.Und die Großmutter des Stammes erklärte,daß sie dieses "wunderbare Fleisch" all die Jahre verschwendet hätten.....Aber die Menschen wurden schwer krank und der Staat hat das verboten,der Stamm hätte sich beinahe selber ausgelöscht.......
Die Menschen der Bänderkeramik verschwanden auch ganz plötzlich......
Ich habe mich ein ganz klein wenig mit der Matriarchatsforschung beschäftigt,und was dort so von dieser Gesellschaftsform,die ganz besonders in der frühem Steinzeit existiert haben soll,erzählt wird,hat nichts mit Kannibalismus zu tun.....
Ist nun der organisierte Krieg männlich,aber der organisierte Kannibalismus weiblich?
Was schlummert noch so in uns?Eins ist klar,bevor ich Hungers sterbe,esse ich wieder Fleisch,aber einen Menschen?Essen andere Beutegreifer,und das ist das Tier Mensch für mich in diesem Fall,auch Artgenossen,bevor sie verhungern?Ich glaube nicht,weiß es aber nicht genau.Und vegetarisch lebende Tiere tun es sowieso nicht.Sie verhungern.Ob Reptilien kannibalisch leben,weiß ich nicht.Nur von Schimpansen,unseren engsten Verwandten,weiß ich es......

Kommentare:

  1. Das mit Herxheim habe ich auch schon gehört... aber das der Kannibalismus dort weiblich initiert war weiß mensch ja nicht... Der Gedanke das wir kannibalistische Anteile in uns haben ist beängstigend und verstörend und zwingt uns dazu uns mit unseren " dunklen " Seiten zu beschäfftigen ...

    AntwortenLöschen
  2. Nein,bewiesen ist gar nichts,es waren nur so Gedankengänge von MIR.....denn die "gängige" Sicht der matrilinearen Lebensweise aus der Matriarchatsforschung präsentiert ja ein durch und durch friedliches Bauernvolk....und da habe ich schon immer dran gezweifelt....

    AntwortenLöschen
  3. ich auch ...denn mal ehrlich die Variante des Zusammenlebens die viele Matriachatsanhänger präsentieren ist ja nur Geschlechterherschafft mit Frau statt Mann in der Führungsposition ...und warum das nun friedlicher abgehen soll war mir noch nie klar....

    AntwortenLöschen